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Fläschchen-Menge nach Alter: Tabelle und Faustregel

Kurze Antwort: Als Faustregel braucht ein Baby etwa 150 ml Milch pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, bis höchstens rund einem Liter. Ein Baby mit 4 kg trinkt also etwa 600 ml, verteilt auf sechs bis acht Fläschchen. Die Tabelle unten gibt Richtwerte, euer Baby entscheidet die Menge.

Von Felix Plaschka, Entwickler von HeyFini und Papa einer Tochter. Veröffentlicht am 5. September 2026, zuletzt geprüft am 5. September 2026.

Wir sind Eltern, keine Ärzte. Dieser Ratgeber ersetzt keinen Besuch bei Hebamme oder Kinderärztin. Fakten und Zahlen stammen aus den genannten Quellen. Mehr über uns.

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Die Faustregel: 150 ml pro Kilogramm

Die einfachste Rechnung: Gewicht in Kilogramm mal 150 ergibt die Tagesmenge in Millilitern. Ein Baby mit 3,5 kg kommt auf etwa 525 ml am Tag, eines mit 5 kg auf 750 ml. Ab etwa 6 bis 7 kg bleibt die Menge bei rund 900 bis 1000 ml stehen, mehr braucht kaum ein Baby.

Die Tagesmenge teilt ihr durch die Anzahl der Mahlzeiten. In den ersten Wochen sind das sieben bis acht, später fünf bis sechs. Die Angabe auf der Packung eurer Nahrung geht vor und die Kinderärztin kennt euer Baby.

Die Tabelle: Fläschchen-Menge nach Alter

Richtwerte für Säuglingsnahrung, gerundet. Manche Babys trinken deutlich weniger pro Mahlzeit und dafür öfter. Das ist in Ordnung.

AlterPro FläschchenMahlzeitenAm Tag
1. Woche30 bis 70 ml7 bis 8steigt täglich
2. bis 4. Woche60 bis 100 ml6 bis 8450 bis 650 ml
1 bis 2 Monate90 bis 130 ml6 bis 7600 bis 800 ml
3 bis 4 Monate130 bis 180 ml5 bis 6750 bis 950 ml
5 bis 6 Monate170 bis 220 ml4 bis 5850 bis 1000 ml
7 bis 9 Monate180 bis 240 ml3 bis 4, plus Beikost600 bis 850 ml
10 bis 12 Monate180 bis 240 ml2 bis 3, plus Beikost400 bis 600 ml

Mit der Beikost sinkt die Milchmenge Schritt für Schritt, jede Breimahlzeit ersetzt ein Fläschchen. Milch bleibt im ersten Jahr trotzdem das wichtigste Lebensmittel.

Woran ihr merkt, dass die Menge passt

Nicht am leeren Fläschchen. Ein Baby, das satt ist, dreht den Kopf weg, lässt den Sauger los, spielt damit oder schläft ein. Dann ist Schluss, auch wenn 40 ml übrig sind. Ein Baby, das nach dem Fläschchen sucht, schmatzt und die Faust in den Mund nimmt, hat noch Hunger, dann gebt ihr beim nächsten Mal 20 bis 30 ml mehr.

Die sichersten Zeichen sind wie beim Stillen die Windeln und das Gewicht: fünf bis sechs nasse Windeln am Tag und eine Kurve, die stetig steigt. Spucken nach dem Trinken ist normal, solange das Baby zufrieden ist und zunimmt.

Was ihr beim Fläschchen anders macht als beim Stillen

Langsam füttern. Haltet das Fläschchen eher waagerecht, sodass die Milch nicht von selbst läuft. Macht alle paar Minuten eine Pause. So merkt das Baby, wann es satt ist und schluckt weniger Luft.

Nie nachhelfen. Kein Drehen am Sauger, kein Aufwecken, damit der Rest getrunken wird. Und nichts ins Fläschchen außer Milch, kein Brei, kein Zucker, kein Tee.

Reste weg. Angerührte Nahrung, die eine Stunde stand, kommt weg. Muttermilch aus dem Fläschchen, die schon angetrunken war, ebenfalls.

Wie HeyFini die Mengen mitrechnet

Jedes Fläschchen tragt ihr mit Menge und Art ein, mit einem Tipp oder gesagt: „120 ml Fläschchen“. Die App zeigt die Tagessumme und zieht abgepumpte Milch automatisch vom Vorrat ab. Nach einer Woche seht ihr in Heute vs. Normal, ob euer Baby heute weniger getrunken hat als sonst. Die Vorhersage sagt euch, wann das nächste Fläschchen dran ist.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Die Dosierung auf der Packung und die Empfehlung eurer Kinderärztin gehen immer vor.

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Häufige Fragen

Mein Baby trinkt weniger als in der Tabelle. Ist das schlimm?

Solange es zufrieden ist, fünf bis sechs nasse Windeln am Tag hat und zunimmt, nein. Manche Babys trinken kleine Mengen und dafür öfter. Bei sinkender Gewichtskurve oder deutlich weniger Windeln fragt ihr die Kinderärztin.

Darf ich das Fläschchen nachts weglassen?

In den ersten Wochen nicht, da braucht das Baby auch nachts Mahlzeiten. Später entscheidet das Baby: Wenn es durchschläft und tagsüber gut zunimmt, muss niemand es wecken.

Wie viel Muttermilch gehört ins Fläschchen?

Bei abgepumpter Muttermilch gelten dieselben Richtwerte wie bei Säuglingsnahrung. Beginnt mit etwas weniger, viele gestillte Babys trinken aus dem Fläschchen kleinere Mengen, dafür öfter.

Quellen: Trinkmengen: Netzwerk Gesund ins Leben, Handlungsempfehlungen zur Säuglingsernährung; Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ); Dosierangaben der Hersteller; verantwortungsvolles Füttern mit dem Fläschchen: NHS Start for Life.

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